Wahrzeichen der Stadt Bremen ist der 10 Meter hohe Roland. Das ist eine Statue auf dem Marktplatz zwischen dem Rathaus und des Schütting, einem berühmten Kaufmannshaus. Mit dem Blick auf den Dom gerichtet ist er nicht kopflos, obwohl sich der originale Kopf im Focke Musem befindet. Seit 2004 gehört er zum Weltkulturerbe, gemeinsam mit dem nebenstehenden Bremer Rathaus gekürt wurde er von der UNESCO. Direkt an der westlichen Mauer vom Rathaus stehen die bekannten Bremer Stadtmusikanten, ebenfalls Wahrzeichen der Stadt. Gegenüber auf der Ostseite steht das Gebäude der Bremischen Bürgschaft, dem Landesparlament mit 83 Abgeordneten.
Zwischen Schütting und Baumwollbörse erstreckt sich die 100 Meter lange Böttcherstraße, die 1922 entstanden ist und mit ihrer expressionistischen Backstein-Architektur zu den Kulturdenkmälern zählt. Am Fuße der Straße steht die Martinikirche direkt an der Weser.
Von da aus kann der Bremenbesucher am sanierten Ufer der Weser, Schlachte genannt, entlang promenieren und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Auf dem gegenüber liegenden Teerhof, einer Halbinsel können sich Kunstinteressierte im größten Museum für zeitgenössische Kunst – der Weserburg – auf 6000 Quadratmeter Fläche eines ehemaligen Speichers inspirieren lassen.
Das Schnoorviertel
In der Altstadt Bremens bildet der Schnoor, niederdeutsches Wort für Schnur, ein mittelalterliches Gängeviertel. Der Name des Viertels hat seinen Ursprung im Schiffshandwerk. Die Wege zwischen den Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert hatten mit Berufen oder Werkzeugen zu tun. Seile und Taue, eben die besagte Schnur oder Schnoor, oder Draht und Ketten für Anker bedeuten das Wort „Wieren“.
Das Bremer Haus
Aus England stammt das Bremer Haus, das den sozialen Wohnungsbau im 19.Jahrhundert in Bremen stark geprägt hat. Dank der unterschiedlichen Größentypen konnte vom Arbeiter bis zum wohlhabenden Bürger jeder darin wohnen. Natürlich nicht als Nachbarn sondern in verschiedenen Vierteln wie Walle und Gröpelingen mit niedrigen Geschosshöhen. Schwachhausen, Steintor Ostertor und Neustadt war der oberen Schicht vorbehalten.